Die Digitalisierung ist eine wichtige Quelle für Innovationen und ein idealer Ansatz für Forschungs- und Entwicklungsprojekte für KMU. Daher rät auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kleinen und mittelständischen Unternehmen, gezielt in die Digitalisierung zu investieren (Link zum KfW-Digitalisierungsbericht). Die Gelegenheit ist günstig: Aufgrund der gegenwärtigen Krisensituation wurden die Förderbedingungen teilweise verbessert. Mit dieser Übersicht an möglichen Förderprogrammen, die dynamisch ist und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, wollen wir KMU die Orientierung erleichtern.

Welche Erfahrungen die BAM GmbH als KMU im Fertigungsumfeld mit Forschungs- und Innovationsprojekten gemacht hat, lest Ihr hier.

Förderprogramme auf Bundesebene

Zu den wichtigsten Programmen für KMU zählt die bundesweite Initiative “Digital Jetzt”.

“Das Programm bietet finanzielle Zuschüsse und soll Firmen dazu anregen, mehr in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren”, heißt es auf der BMWi-Website. Es gilt branchenübergreifend für Unternehmen mit drei bis 499 Beschäftigten, die ihren Sitz in Deutschland haben.

Digital Jetzt” besteht aus zwei Modulen: „Investition in digitale Technologien” und „Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden”. Unternehmen können in einem oder beiden Modulen eine Förderung beantragen.

Hinweis: Die Fördermittel für 2020 sind laut BMWi bereits ausgeschöpft. Ab 1. Dezember 2020 wird die Registrierung jedoch wieder geöffnet und soll dann fortwährend geöffnet bleiben. Das Förderprogramm, für das 203 Millionen Euro zur Verfügung stehen, soll bis Ende 2023 laufen. Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro pro Unternehmen – abhängig von Projekt und Unternehmensgröße.

Ein weitere interessante Fördermaßnahme für KMU ist der ERP-Digitalisierungs- und Innovations­kredit der KfW.

Die bundesweite Förderinitiative unterstützt Digitalisierungsvorhaben für die Fertigung von morgen, also Projekte im Umfeld von Industrie 4.0.

Beispiele:

  • Für die Vernetzung von ERP- und Produktionsanlagen
  • Für Investitionen in additive Fertigungs­verfahren (3D-Druck) als innovative Produktions­methode in der Fertigung
  • Für Digitale Plattformen, Apps und digitale Vertriebs­kanäle zum Aufbau digitaler Plattform­konzepte und des elektronischen Handels

Förderfähig sind KMU, die seit mindestens zwei Jahren auf dem Markt vertreten sind. Die Höhe der Kredite bewegt sich zwischen 25.000 Euro und 25 Millionen Euro, Mindestlaufzeit zwei Jahre.

Förderprogramme auf Landesebene – Bayern

Als Beispiel für mögliche Förderprogramme dienen einige Angebote, die im Freistaat Bayern für KMU im Fertigungsumfeld angeboten werden:

Technologieoffene Programme

Technologiespezifische Programme

Förderangebote zur Digitalisierung

Quelle: Leitfaden für die Technologieförderung in Bayern, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, www.stmwi.bayern.de

Förderprogramme auf Landesebene – Thüringen

Beispiel eines Förderprogramms, das in Thüringen für KMU im Fertigungsumfeld angeboten wird:

Förderprogramme auf Landesebene – Nordrhein-Westfalen

Beispiel eines Förderprogramms, das das Bundesland Nordrhein-Westfalen für KMU im Fertigungsumfeld bietet:

Hinweis: Unsere Übersicht soll nur einen Eindruck vermitteln, welche Arten von Fördermöglichkeiten vorhanden sind. Die Liste erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da sich jederzeit Änderungen ergeben können, erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Gerne könnt Ihr uns Eure Ergänzungen oder Korrekturen zukommen lassen. Bitte schickt uns dazu eine E-Mail an bauraum@bam.group oder postet in die Kommentare. Danke!

Bildquelle: BAM GmbH / TU Chemnitz – Rene Apitzsch