Wie haben sich Unternehmen, die additive Fertigungstechnologien einsetzen, während der COVID19-Pandemie verändert? Und wie haben sie sich an die instabile Lieferkettenlandschaft angepasst? Diesen Fragen ist Markforged, weltweit agierender Hersteller und Plattformanbieter für cloudbasierte Technologien in der additiven Fertigung, in einer Studie nachgegangen.

Die herkömmlichen Lieferketten haben sich in 2020 durch die globale Corona-Pandemie als weniger belastbar gezeigt, wie einst angenommen. In vielen Fällen mussten Unternehmen auf unterbrochene Lieferketten reagieren. Von Werksschließungen bis unerwarteten Nachfragespitzen brachte das Jahr 2020 für die meisten Fertigungsbetriebe zahlreiche verschiedene Herausforderungen. Ein permanentes Anpassen an neue Marktbedingungen ist bis heute an der Tagesordnung.

Mehr Widerstandsfähigkeit durch additive Fertigung

Auch für Fertigungsunternehmen, die additive Fertigungstechnologien einsetzen, haben sich die Bedingungen geändert. Je nach Technologie unterschiedlich stark. „Insgesamt ergab unsere Untersuchung, dass Unternehmen, die führende Cloud-basierte Lösungen für die Additive Fertigung einsetzen, während der größten globalen Gesundheitskrise, die wir je erlebt haben, widerstandsfähig blieben und die Geschäftskontinuität aufrechterhielten“, lautet das Studienfazit von Markforged. Dagegen waren „veraltete Technologien und Ansätze (…) nicht in der Lage, sich schnell an die durch COVID-19 verursachte Unterbrechung der Lieferkette anzupassen und zu reagieren.“

Auch der digitale Lohnfertiger BAM GmbH nutzt Systeme von Markforged in der additiven Fertigung. Wie man bei BAM über die moderne Lohnfertigung denkt, könnt ihr hier nachlesen.

„Die Lieferketten, die wir als globale Wirtschaft aufgebaut haben, wurden optimiert, und wenn man optimiert, ist das von Natur aus fragil. Es ist nicht so, dass die Mentalität vor Covid falsch war, sondern dass sie nicht belastbar war für das, was wir im Jahr 2020 erlebt haben.“

GREG MARK, GRÜNDER UND CHAIRMAN MARKFORGED

Auf die Frage, wie sich die Nutzung des 3D-Drucks während der Pandemie verändert hat, antworteten 73,2 % der befragten Markforged-Kunden, dass es keine Veränderungen gab und sie den 3D-Druck weiterhin für die gleichen Zwecke wie zuvor nutzen. 26,8 % dagegen gaben an, dass sie den 3D-Druck für neue Zwecke verwenden.

Mehr Anwendungsfälle für 3D-Druck

Unter denjenigen, die angaben, dass sich ihre Nutzung des 3D-Drucks während der Pandemie verändert habe, zeigte sich eine Mischung von Anwendungsfällen, darunter: Prototyping 85,2 %; Werkzeuge und Vorrichtungen 56,5 %; Ersatzteile 41,7 % und Produktion 38,9 %. Laut der Studie deuten die Faktoren darauf hin, dass die Unternehmen mehrere Anwendungsfälle für den 3D-Druck fanden.

Zahlen aus der Studie zur additiven Fertigung

Exemplarisch einige weitere Ergebnisse der Studie zur additiven Fertigung während der Corona-Pandemie in Zahlen:

  • 50,6% der Befragten gaben an, dass die Additive Fertigung dem Unternehmen „einige Zeit“ während der COVID-19- Pandemie erspart hat.
  • 38,5% der Befragten planen zukünftig Investitionen in digitale Fertigungstechnologien zu tätigen.
  • 4% sagten, dass sie während der Pandemie mit der Produktion von PSA (Gesichtsschutz, etc.) begonnen haben.

Details und alle Ergebnisse der Studie findet ihr hier.