Produktionskosten senken und Fertigungsabläufe optimieren: Moderne Tool Management Systeme helfen 

Die Suche nach dem richtigen Werkzeug in der Fertigung kann nicht nur nervtötend sein. Sie ist auch ein echter Effizienzkiller und Kostentreiber. Denn unaufgeräumtes, unbemerkt verschlissenes oder – noch schlimmer – nicht vorhandenes Werkzeug stört die Bauteilproduktion ganz empfindlich. Das macht sich am Ende wirtschaftlich bemerkbar. Warum also nicht auf eine digitale Werkzeugverwaltung setzen und damit die Fertigungsabläufe nachhaltig optimieren? Wir nennen die wichtigsten Aspekte. 

Ein unkontrollierter Werkzeugbestand ist ein häufigeres und kostspieligeres Problem, als vielen Fertigungsbetrieben bewusst ist. Einen Schrank oder ein Schließfach für das wertvolle Werkzeug hat zwar nahezu jeder Lohnfertiger – damit ist man dem Ziel, das eigene Vermögen zu schützen, auch schon ein Stück nähergekommen – doch die Hardware allein bringt keine Kontrolle oder mehr Fertigungseffizienz. Nur mit digitaler Werkzeugverwaltung lassen sich Fertigungskosten reduzieren und Verzögerungen minimieren.  

Zur Digitalisierung in der Fertigung spielen die Entwicklungen mit Künstlicher Intelligenz eine immer größere Rolle. Wir geben einen Überblick.

Lösungen für die digitale Werkzeugverwaltung sind kostengünstig und benutzerfreundlich 

Dabei ist es weder kompliziert noch teuer, ein effizientes Werkzeuglager zu implementieren, das Zeit und Geld spart. Denn es gibt heutzutage verschiedene kostengünstige und benutzerfreundliche Softwarelösungen für die Werkzeugverwaltung. Die meisten sind cloudbasiert, also ohne teure Investitionen in die digitale Infrastruktur nutzbar. 

Es gibt verschiedene Anbieter für die digitale Werkzeugverwaltung. Als Sandvik Lighthouse Factory empfehlen wir von BAM die Tool Management Systeme von Cribwise. Cribwise bietet komplette Aufbewahrungslösungen für CNC-Werkzeuge und Persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Automaten, Werkzeugschränke und Schubladen. 

Um unsere Erfahrungen mit digitaler Werkzeugverwaltung zu teilen, möchten wir auf die wichtigsten Aspekte und Aufgaben eines effizienten Tool Managements eingehen. 

Was ist digitale Werkzeugverwaltung? 

Zur Werkzeugverwaltung zählen alle Prozesse von Aufbewahrung bis Nachverfolgung und Nachschub, die die permanente und ungestörte Verfügbarkeit von Werkzeugen sichern. Dazu sollte in der Fertigung zunächst ein ausreichend großes Werkzeuglager vorhanden sein, das für die Verwaltung aller in der Fertigung verwendeten Spezialwerkzeuge eingesetzt werden kann. Hier bietet sich beispielsweise ein spezieller Automat an, an dem sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst mit dem notwendigen Werkzeug versorgen können.  

Wie weiß ich, wo sich das Werkzeug befindet? 

Sobald das Werkzeuglager eingerichtet ist, sollte für die digitale Werkzeugverwaltung jede CNC-Fertigungsmaschine eine Positionsnummern erhalten. Anschließend wird den Werkzeugen ein Standort zugewiesen um den verfügbaren Bestand zu überwachen.  

Den Bedarf an Werkzeugen, also wann und für welchen Auftrag diese benötigt werden, sowie die Ausgabe an die Mitarbeiter, dokumentiert das System. So besteht volle Transparenz darüber, wo sich die Werkzeuge befinden, wer sie entnommen hat und wann sie wieder in das Werkzeuglager zurückgebracht werden sollten. 

Wie wird das Werkzeug einem Auftrag zugewiesen? 

Mit der digitalen Werkzeugverwaltung lassen sich für einen speziellen Auftrag benötigte Werkzeuge reservieren, um zu verhindern, dass sie für einen anderen Auftrag verwendet werden. Wird der Arbeitsauftrag nun freigegeben, können die Werkzeuge zusammen mit anderen benötigten Materialien so lange zurückgehalten werden, bis alles verfügbar ist.  

Wie kommt das Werkzeug zurück in das Lager? 

Nach Fertigstellung des Auftrags sollten die Mitarbeiter das Werkzeug in das Lager zurückbringen, damit es wieder verwendet werden kann. Erfolgt dies nicht, lässt sich der zuständige Mitarbeiter leicht identifizieren und kontaktieren, um herauszufinden, was mit dem Werkzeug passiert ist. Die Werkzeuge sollten bei der Rückgabe zudem auf Verschleiß geprüft und dann zur Wiederverwendung freigegeben oder bei Bedarf digital nachbestellt werden.  

Fazit: Digitale Werkzeugverwaltung sorgt für optimierte Abläufe  

Egal, für welchen Anbieter man sich entscheidet, die Erfahrung zeigt, dass der Einsatz von Cloud-basierten Softwarelösungen für die digitale Werkzeugverwaltung Fertigungsprozesse erheblich vereinfachen und Probleme deutlich reduzieren kann. Sie reduzieren Verzögerungen durch fehlende Werkzeuge so auf ein Mindestmaß – und das sogar ohne große Investitionen. Mit digitaler Werkzeugverwaltung können Fertigungsbetriebe also die Nerven ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schonen und am Ende sogar mehr Geld verdienen.